Mittwoch, 30. März 2011

Bericht Infoabend Fair Fashion in Bozen

Der Infoabend fand am 24.3.11 in Bozen statt. Die Veranstalter Operation Daywork, hds (Kaufleuteverbend), OEW und Friedenszentrum konnten im Festsaal der Gemeinde ca. 80 Personen begrüßen.


Den erstenVortrag hielt Frau Dr. Deborah Lucchetti, Präsidentin der Sozialgenossenschaft fair, Koordinatorin der Clean Clothes Campaign Italien, Autorin: „Aktuelle Entwicklungen in der globalisierten Textilindustrie“.
Sie ging vor allem auf ihre Erfahrungen mit den Zuständen in der Textilindustrie und ihren Begegnungen in Ost-Asien ein. Die zeichnete ein düsteres Bild der Lage in den Produktionsländern in Fernost.

Es folgte der Vortrag von Frau Sonja Wöhrenschimmel (Mit-Organisatorin der Wearfear Messe Linz, Journalistin, Designerin von Eco-Mode) mit dem Titel „Eco-Fashion – was steckt dahinter?. Sie zeigte auf, wohin sich die Fair Fashion in den letzten Jahren entwickelt hat. Sie gab einen Überblick über die wichtigsten Fair Trade Zertifikate und zeigte ansprechende Bilder von fairer Design-Kleidung, besonders aus England. (aber auch ihre Eigenkreationen !)

 
Bei der anschließenden Podiumsrunde kamen Günther Reifer (Unternehmer EcoFashionStore), Ruth Oberrauch (Marketingmanager Salewa Italy), Francesco Imbesi (Verbraucherzentrale Südtirol) und eine Kauffrau aus Bozen zu Wort. Sie antworteten auf Fragen von Rudi Dalvai. 

Das Gesprächsklima bei den anschließenden Fragen und Antworten war geprägt von gegenseitigen Respekt und auch von Vorsicht, was aufgrund der teilweise unverbindlichen und ausweichenden Statements von zweien der vier Leute auf dem Podium eher ein Glücksfall (für sie) war.


Abschließend ein Kompliment allen Organisatoren für den guten Verlauf der Veranstaltung !
 

Montag, 28. März 2011

Sandgestrahlte Jeans sind schick aber tödlich

Einige unserer schicken Jeans im Used-Look oder Vintage-Style werden unter extrem gesundheitsgefährdenden Bedingungen "veredelt". Damit die brandneuen Kleidungsstücke aussehen, als wäre sie schon lange getragen worden, werden sie von ArbeiterInnen in Ländern wie der Türkei oder Bangladesch manuell sandgestrahlt.
Im Unterschied zu andern Methoden, etwa der chemischen Behandlung von Jeans oder dem Stonewashing, lässt sich mit dem Sandstrahlen die vorgegebene Design-Texturen genauer herstellen. Sandstrahlen ist zudem die billigste Methode, also attraktiv für die Industrie.

Dieses sogenannte Sandstrahlen schädigt vor allem die Lungen von ArbeiterInnen, die nicht ausreichend gegen den gefährlichen Staub geschützt sind. Schätzungsweise 4.000 - 5.000 ArbeiterInnen erkrankten bisher alleine in der Türkei an der aus dem Bergbau bekannten Krankheit Silikose. Die weltweite Dunkelziffer ist hoch, da Sandstrahlen sehr oft in Kleinstunternehmen oder in Heimarbeit durchgeführt wird.
Für die Lungenkrankheit Silikose gibt es keine Heilung, ihr Ausgang ist häufig tödlich.
Also: Hände weg von sandgestrahlten Jeans ! 
Link zum Weiterlesen: http://www.spiegel.de

Freitag, 25. März 2011

Eröffnung terra eco fashion store in Brixen, Trattengasse 6

Am Mittwoch 16.03.2011 wurde in Brixen der terra eco fashion store eröffnet. Zahlreiche Gäste waren der Einladung gefolgt, um in gemütlicher Atmosphäre die gelungene Geschäftseröffnung zu feiern. Evelyn Oberleiter und Günther Reifer vom Terra Institute haben gemeinsam mit Heiner Oberrauch von Oberrauch Zitt den terra eco fashion store eröffnet. Neben den Geschäftsgründern waren auch Landesrat Michl Laimer sowie Brixens Bürgermeister Albert Pürgstaller anwesend. Nach den Ansprachen und der kirchlichen Einweihung durch Prälat Giner, wurde die Eröffnung bei einem guten Glas Wein und biologischen Snacks gefeiert.

Gemäß der Philosophie – Fair, Organic, Sustainable, Recycled, Handmade, Fashion – werden ausschließlich Artikel angeboten, welche unter sozial vertretbaren Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Sie bestehen so weit als möglich, aus organischen oder recycelten Material. Neben stilvollen Modeartikeln findet man Naturkosmetik, genauso wie spannende Bücher und Accessoires für Damen, Herren und Kinder.
Quelle und Bildrechte: www.gekus-blog.com

Montag, 7. März 2011

Eco-Fashion "Ökologisch und fair produzierte Bekleidung - Standard für die Zukunft?"

Eco-Fashion "Ökologisch und fair produzierte Bekleidung - Standard für die Zukunft?" 
Infoveranstaltung für Konsumenten und Unternehmer am 24. März 2011

Beim Kauf von Bekleidung spielen meist Modetrends und der Preis die entscheidende Rolle. Doch ökologisch und sozial gerecht zu konsumieren, liegt im Trend. Bei immer mehr Konsumenten wächst das Bewusstsein, dass gerade bei Textilen enorme ökologische Schäden, menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse und gefährliche Chemikalien mitgekauft werden. Seit einigen Jahren entstehen immer mehr Unternehmen, die gerade junge Mode nach ökologischen und sozial gerechten Richtlinien produzieren. Um im Dschungel von Marken und Siegeln bewusst und informiert auszuwählen, ist Hintergrundwissen notwendig.
 
Über dies und mehr möchten die Organisationen Operation Daywork, OEW und hds - Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Friedenszentrum der Gemeinde Bozen in einer gemeinsamen Veranstaltung informieren und gleichzeitig der Frage nachgehen, ob Eco-Fashion in Zukunft Standard sein kann.
 
Die Informationsveranstaltung für Konsumenten und Unternehmer findet am Donnerstag, 24. März 2011, um 19 Uhr, im Festsaal der Gemeinde Bozen, Gumergasse 7, Parterre, statt.
 
Programm:

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19.00: Dr. Deborah Lucchetti, Präsidentin der Sozialgenossenschaft fair, Koordinatorin der Clean Clothes Campaign Italien, Autorin: „Aktuelle Entwicklungen in der globalisierten Textilindustrie“
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 19.30: Sonja Wöhrenschimmel, Mit-Organisatorin der Wearfair Messe Linz, Journalistin, Designerin von Eco-Mode: „Eco-Fashion – was steckt dahinter?
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Anschließend Podiumsdiskussion: „Eco-Fashion - Trend oder Muss für die Zukunft?“ mit  den Referenten sowie Günther Reifer (Unternehmer EcoFashionStore), Ruth Oberrauch (Marketingmanager Salewa Italy), Francesco Imbesi (Verbraucherzentrale Südtirol) und einem Vertreter des hds unter der Moderation von Rudi Dalvai.